Tricks um Hochschulverzeichnisse

Autor: Patrick Breitenbach am 8.12.2009

Der digitale Markt um kostenpflichtige Einträge in irgendwelche Online-Verzeichnisse ist heiß umkämpft. Spätestens seit Google sich mit ihrem Modell dumm und dämlich verdient, haben die Anbieter von Studienangebotsseiten nichts zu lachen. Noch weniger zu lachen habe ich allerdings als Marketingleiter. Ich bekomme nicht nur permanente fast aufdringliche Werbemails und -anrufe zu Verzeichnis X und Website Y, ich bin nun auch auf ein Lockangebot reingefallen.

Ihr Eintrag kostenlos, wenn sie heute noch bestellen.

Übersehen bzw. vergessen habe ich, dass man dieses Abkommen bis zum soundsovielten kündigen muss, weil sonst gleich die fette Jahresgebühr für das kommende Jahr berechnet wird und die ist nicht gerade zimperlich.

Dass man sich SO nicht unbedingt eine langfristige Geschäftsbeziehung aufbaut, dürfte wohl logisch sein, aber tragischerweise funktioniert die kurzfristige Erfolgsmasche dann doch ziemlich gut. Allerdings sollte man bedenken, dass man mit diesen Vertragsklauseln der gesamten Branche keinen Gefallen tut. Ich werde nun in Zukunft fünfmal vorher überlegen, ob ich irgendwo einen Eintrag vornehme oder nicht.

Einziger Wehrmutstropfen: Der Eintrag hat sich wohl ganz gut gemacht. Viele Interessenten haben über die Seite zu uns gefunden. Ob sich der Kontaktpreis jedoch wirklich gelohnt hat, werden wir in den nächsten Tagen feststellen. Es bleibt jedenfalls der Überrest eines ordentlichen Schocks und der dazugehörige fade Beigeschmack des Hardsellings. Bäh!

3 Kommentare

  1. Flo sagt:

    Ja, ja, diese Testangebote. So ist es mir mit einem ziemlich bekannten digitalen Plattenladen ergangen. Nach der 7-tägigen Testphase verlängert sich der Account automatisch um ein weiteres Jahr… Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich das Angebot nun doch umfassend nutze und auch sehr zufrieden bin. Aber: Kündigen könnte ich nur per Telefon (natürlich kostenpflichtig). Auch hier wieder der o.g. Beigeschmack. Aber das Angebot “rockt” seit kurzer Zeit auch unser Büro ;-)

  2. Patrick Breitenbach sagt:

    Nur dass bei dem digitalen Plattenladen unseres Vertrauens monatlich gekündigt werden kann und nicht jährlich, oder? ;-)

  3. Flo sagt:

    Egal – wir brauchen es ja noch ein paar Monate!!!

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