Zur Zeit bin ich gemeinsam mit Kollegen auf einem Seminar des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes (DAAD) in Bonn und erfahre dort einiges zum Thema “Kommunikationsinstrumente zur Rekrutierung internationaler Studierender – Operative Planung, Gestaltung und Controlling der Marketing-Kommunikation”.
Sehr schnell zeichnet sich bereits am ersten Tag ab, dass das klassische Marketing, also vielmehr die Promotion, also die Werbung, deutlich geringfügig und ineffektiver eingeschätzt wird als beispielsweise menschliche Gespräche, der direkte Kontakt in Netzwerken oder gar die Gestaltung der Produkte. Natürlich benötigt eine Hochschule Informationsmaterial, sonstige repräsentative Elemente und gezielte Kommunikationsmaßnahmen, doch es zeigt sich ganz deutlich, dass der persönliche Kontakt, der Dialog und das Serviceangebot rundherum die entscheidenden Faktoren sind, um neue Studierende (und auch sonstige Stakeholder) für das eigene Angebot zu begeistern.
Auch wurde man sich sehr schnell einig, dass das Internet, als Medium der Zukunft, sehr stark für diesen Netzwerkeffekt eingesetzt werden kann und sollte. Was mich persönlich überrascht hat war übrigens die Tatsache, dass Tools wie Blogs und Twitter, im Gegensatz zu manchen Vertretern der freien Wirtschaft, keine unbekannten Dinge waren und schon längst in das Bewusstsein der Kommunikationsprofis fest verankert ist.
Kommunikation wird also groß geschrieben und vielleicht auch wegen der knappen Budgets ist man in diesem Bereich, also dem Bildungsmarkt, zwangsläufig wesentlich kreativer und serviceorientierter als es bei großen Marken und Konsumprodukten jemals der Fall sein wird.
Ich bin sehr gespannt was der morgige Tag zu bieten hat und werde auch wieder darüber berichten.